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Köszeg/Vaihingen
(pv) – „Wenn die Olympischen Spiele ein Musterbeispiel für Völkerverständigung
sind, hat Köszeg mindestens die Silbermedaille verdient“, lobte Bürgermeister
Wilfried Nestle beim Empfang im Europahaus von Köszeg das Zusammentreffen
der zahlreich vertretenen Kulturen. Neben der Vaihinger Delegation waren
Gruppen aus Kroatien, der Slowakei, der Türkei und aus der österreichischen
Partnerstadt Mödling beim Weinelesefest in Köszeg.
Vergangenes Wochenende besuchte eine 42-köpfige Reisegruppe aus Vaihingen
unter Leitung von Bürgermeister Nestle das Weinlesefest in der rund 800
Kilometer entfernten Partnerstadt. 20 Seilspringerinnen im Alter von 12
bis 17 Jahren der Showgruppe des TSV Enzweihingen haben das Heimatfest in
Köszeg mitgestaltet. „Im Ausland aufzutreten ist schon etwas
Besonderes. Wir haben über das Wochenende viele neue und gute Eindrücke
gewonnen“, resümiert Martin Schwenkkrauß vom TSV. Er organisierte den
Auslandsauftritt der Rope-Skipping-Gruppe.
„Klasse fanden die Mädels auch den Ausflug“, erzählt Schwenkkrauß.
Am Sonntagvormittag besuchten die Jugendlichen den Hochseilgarten in Gyöngyösfalu.
Die Gruppe aus Enzweihingen war am Samstag beim Weinlesefestumzug und mit
Auftritten auf der Bühne am Hauptplatz und im Festzelt präsent.
„Die Idee zur Gründung einer Rope-Skipping-Gruppe ist bei einem städtepartnerschaftlichen
Treffen entstanden“, berichtet Inge Zimmermann, Gesamtjugendleiterin des
TSV Enzweihingen. 1997 war eine Rope-Skipping-Gruppe aus Köszeg und dem
benachbartem Szombathely zu Gast in Vaihingen. „Wir fanden die Sportart
der Köszeger interessant und haben die Gruppe zum Vorbild genommen.“
Mittlerweile gibt es über 50 Jugendliche im TSV Enzweihingen, die in
verschiedenen Trainingsgruppen den Seilsprungsport ausüben.
„Die Entstehungsgeschichte der Enzweihinger Rope-Skipping-Gruppe ist ein
schönes Beispiel für eine lebendige Städtepartnerschaft“, so Bürgermeister
Wilfried Nestle. Die Verbindung zwischen den Städten Vaihingen und dem
ungarischen Köszeg besteht 2009 bereits 20 Jahre und soll in beiden Orten
gefeiert werden (beim Weintriebefest in Köszeg und beim Straßenfest in
Vaihingen).
Das Weinlesefest begann am Freitag mit einer Blasmusikserenade. Am Samstag
gaben Musikkappellen aus dem In- und Ausland ein Platzkonzert auf dem Köszeger
Hauptplatz. Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltungsreihe war ein bunter
Festumzug durch die Innenstadt. Die Beiträge der Vereine, Musikgruppen
und Schulen drehten sich um das Thema des Fests - dem Beginn der Weinlese.
Die neugewählte Weinkönigin Gyöngyi Mailach und Bürgermeister László
Huber begrüßten die Gruppen an der Ehrentribüne mit einem Glas Wein. In
allen Winkeln der Innenstadt konnte man von Volks- und Folklore bis zu
fetziger Popmusik lauschen und tänzerische Darbietungen bestaunen.
Am Sonntag besuchte die Vaihinger Reisegruppe die Gedenkstätte zum
„Eisernen Vorhang“ im 20 Kilometer entfernten Felsöcsatár. Das
Freilichtmuseum veranschaulicht die Geschichte zwischen 1948 und 1989
entlang der österreichisch-ungarischen Grenze.
„Mich hat die kulturelle Vielfalt der Stadt beeindruckt. Die Köszeger
sind uns mit viel Herzlichkeit begegnet“, berichtet Gisela Peters, die
zum ersten Mal mit in die Partnerstadt gereist ist. Die Vaihingerin hatte
am vergangenen Straßenfest im September zwei Mädchen der Köszeger
Tanzgruppe Be-Jo bei sich zu Gast.
Bericht:
VKZ Bilder: Rösner/Schwenkkrauß
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