Enzweihingen (nac). Nach 2009 haben sich die Volleyballer des TSV
Enzweihingen zum zweiten Mal den Stadtpokal gesichert. „Wer am Ende gewinnt, ist
das beste Team“, erklärte Marcus Bischoff, Abteilungsleiter der VSG Gündelbach.
„Aber alle Spiele waren ausgeglichen. Es gab keine Übermannschaft. Und keine war
abgeschlagen.“
Die Enzweihinger Volleyballer waren beim Stadtpokal die
glücklichsten. Nicht nur, weil sie sich den Stadtpokal nach 2009 in eigener
Halle zum zweiten Mal gesichert haben. Sie waren schon während des
Turnierverlaufs vom Glück begünstigt. In der Vorrundengruppe A waren nach
Abschluss der Spiele Enzweihingen und die VSG Gündelbach III punkt-, satz- und
ballgleich. „So etwas gibt es eigentlich nie. Es musste die Münze entscheiden,
wer Erster und Zweiter wird“, erklärte Bischoff. Und schon da hätten die
Enzweihinger Glücksgöttin Fortuna auf ihrer Seite gehabt. Der TSV und die VSG
III hatten sich in ihrer Gruppe gegen die Glabbicher Mädels und die Lazy Bones
Riet durchgesetzt.
Auch im Halbfinale hatten die Enzweihinger das
glücklichere Ende für sich. Nach 1:1 nach Sätzen setzten sie sich letztlich mit
einem Punkt Vorsprung gegen die VSG Gündelbach II durch. Das zweite
Vorschlussrundenspiel gewann Gündelbach III nach Punkten deutlich gegen
Gündelbach, nachdem es nach Sätzen ebenfalls 1:1 gestanden hatte. Die beiden
Gündelbacher Mannschaften – I und II – hatten sich in der zweiten
Vorrundengruppe gegen die Ensinger Netzhurgler und den SV Riet
durchgesetzt.
Das Finale war schließlich an Dramatik nicht zu überbieten.
Nach ausgeglichen verlaufenen ersten beiden Durchgängen – das Endspiel wurde auf
zwei Gewinnsätze ausgespielt – musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Und
wieder hatte der TSV das Glück auf seiner Seite – 15:13.
Doch nicht nur
die Enzweihinger hatten Grund zum Feiern. Auch bei den Verantwortlichen der VSG
Gündelbach, die den Stadtpokal als Turnierleiter organisierte, gab es strahlende
Gesichter. „Wir hatten nach der kurzfristigen Absage der Vaihinger Jedermänner
alles zusammengekratzt inklusive unserer weiblichen A-Jugend, um ein Achterfeld
zusammenzubekommen“, berichtete Bischoff. „Dann haben wir alle Spieler bunt
durcheinander gewürfelt. Jede Mannschaft hat in dieser Besetzung noch nie so
zusammengespielt.“ So standen im Finale im Gündelbacher Team drei A-Jugendliche
und zwei Spieler aus der Mixed-Runde. Bischoff: „Die A-Jugendlichen sind so um
die 18 Jahre, unsere Mixedspieler dagegen jenseits der 30. Da war die
Generationenzusammenführung entscheidender als der Turniersieg.“
Obwohl
die Gündelbacher mit drei Frauen im Gegensatz zu den Enzweihingern mit zwei
Frauen im Finale antraten, hatten sie durchaus eine Chance, sich den Pokal zu
sichern. „Das war überraschend für uns Verantwortliche“, erklärte der
Gündelbacher Abteilungsleiter. „Eine angreifende Frau entwickelt weniger Druck
als ein Mann. Das hat sich an dem Tag aber nicht ausgewirkt. Unsere Mädels
können mithalten. Wir hatten praktisch schon eine Hand am
Pokal.“
Text: VKZ, Fotos: Privat