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Hatte
es in den letzten Jahren mitunter auch freie Plätze im Saal gegeben, so
musste diesmal heftig nach gestuhlt werden. Die Turn- und Festhalle war am
Rande ihres Fassungsvermögens, die Küche auf den Ansturm nicht so ganz
eingestellt. Vorsitzender Ulrich Eberle, der zu den Klängen der
Oberriexinger Stadtkapelle zusammen mit Ortsvorsteher Eduard Aldinger auf
der Bühne einen Fassanstich zelebrierte, konnte ob des guten Besuchs nur
strahlen. „Ein Prosit der Gemütlichkeit!“
Dass ein Motto zwar recht und schön ist, allerdings auch zu einer Fessel
werden kann, ist hinlänglich bekannt. Fehlten deshalb zwei ausgedruckte
Programmpunke? Der Bezug zu Bayern war in etlichen Beiträgen nur mit viel
Fantasie zu erahnen. Doch die zünftige Blasmusik der Gäste aus
Oberriexingen holte einen schnell wieder zurück ins TSV-Festzelt. Da
durfte mit dem alten Holzmichel kräftig gesungen und geschunkelt werden.
Und die Hände zum Himmel...
Beachtlich groß präsentierte sich die Teenie-Aerobic-Gruppe mit dem Hit
„Hung up“. Die Nachwuchsleichtathleten waren mit Kisten stilgerecht
sehr flott in Aktion und hatten sichtlich Spaß. Die Rope-Skipping-Mädchen
bieten bei den TSV-Veranstaltungen immer wieder eine Schau für sich.
Schon der Name ihres Programmpunktes war ein Erlebnis: „SchniarlhipfDeandl“.
Bei den „Putzschlampern“ von Bauch-Beine-Po ging’s schon fast
erotisch zur Sache (mit einem schnellen Ende), während es die Karate-Kids
eher sachlich-nüchtern angehen ließen. Die „Holzhacker-buam“
forderten schließlich zum Sägeduell auf, bei dem das Duo Eberle-Aldinger
nur durch einen Klemmer der Sieg genommen wurde. Der Höhepunkt dann die
Step-Aerobic-Show „Ladykracherl“. Die Damen boten mit ihren Schlagstöcken
und den roten Bällen ein viel beklatschtes Bewegungs-Feuerwerk.
Einen hohen Stellenwert hat seit Jahren das Saalspiel. Diesmal kündigte
Moderator Torsten Hackstock ein Bierkrugrennen durch die Reihen der Gäste
and. Für den Siegertipp (48 Sekunden, was gleich dreimal geraten worden
war) gab’s immerhin einen DVD-Player als Gewinn.
Ein Gewinn war über viele Jahrzehnte hinweg für den Verein Rese Schmid.
Sie ist seit 1948 (!) Übungsleiterin. Dafür wurde ihr am Samstag hohes
Lob gezollt. Eberle: „Solchen Mitgliedern kann man nicht genug
danken.“ Rese Schmid ist unter anderem Ehrenmitglied und war schon mit
verschiedenen weiteren Auszeichnung geehrt worden. Pokale gab’s für die
besten Leichtathleten (Kreismeisterschaften für Iris und Helena
Barbunopulos, Fabian Essich, Annemarie Rutka, Bestenlistenplatzierungen
unter anderem von Ralf Reidenbach und Silvia Schmid). Und auch das
Sportabzeichen wird immer beliebter. „Wir wollen 2007 zum 100-jährigen
Jubiläum 100 Sportabzeichen haben“, gab Marion Zeilinger von der
Leichtathletik-Abteilung das Ziel aus. Erinnert wurden vom Vorsitzenden
Eberle an den Aufstieg der Tischtennisspieler und an die Erfolge der
Indiaca-Gruppen. Der Bayrische Abend war ein Versuch, weitere Mottos
sollen laut Eberle folgen.
Das
Jahr 2007 wird unter dem Vorzeichen des Jubiläums stehen. Fest stehen
auch schon die Termine für ein großes Festwochenende vom 6. bis 9. Juli
und für den Festakt am 21. Oktober. |